Profil D-02 · Eigenbau Anton Gartmann

Windows-App für die eigene Buchhaltung

Münzwerk

Leitsatz der App

„Deine Buchhaltung.“

Belege, Einnahmen und Ausgaben für meine Selbstständigkeit organisieren. Mit Monatsabschluss, EÜR-Übersicht, E-Rechnungsanzeige und automatischen Backups.

Die Verbindung zu Tagwerk ergänzt erwartete Zahlungen aus Projektzeiten und übernimmt Homeoffice-Tage.

  • Belege & Buchhaltung
  • Tagwerk-Anbindung
  • Lokale Daten

MonatsüberblickSeptember 2026

Einnahmen
2.800,00 €
Ausgaben
271,80 €
Saldo
2.528,20 €

Beispieldaten, wie im Eingang der App

In 30 Sekunden

Zweck
Münzwerk ist eine lokale Buchhaltung für Kleinunternehmer: Belege sammeln, buchen und die Zahlen für die Anlage EÜR bereitstellen.
Funktionen
  • Belege per Ordner oder Drag & Drop, unverändert archiviert
  • Erfassen in einer Zeile; der Grenzen-Wächter prüft vor dem Buchen
  • Monat festschreiben, EÜR-Übersicht mit Beträgen im ELSTER-Format
Stand
Version 0.5.0 vom 26.08.2026; 160 TypeScript-, 53 Rust- und 33 MCP-Tests bestanden
Dem Weg eines Belegs folgen

Warum Münzwerk entstand

Drei Pflichten statt eines Buchhaltungs­systems.

Münzwerk ist eine lokale Buchhaltung für Kleinunternehmer. Die App soll kein großes Buchhaltungssystem sein. Sie ersetzt den Schuhkarton voller Belege – mit einer Jahresauswertung, die die Zahlen zum Abtippen liefert.

Der Alltag ist als kurzes Ritual gedacht. Belege sammeln sich nebenbei im Eingang, einmal im Monat wird der Stapel erfasst. Zur Steuererklärung stehen die Summen für ELSTER bereit. Jede Funktion muss eine Frage beantworten, die das Finanzamt oder § 19 UStG tatsächlich stellt.

Vor dem Bau stand eine Recherche. Ihr Befund: Die verbreiteten Buchhaltungsprogramme laufen als Abo in der Cloud. Münzwerk geht den anderen Weg – lokal, ohne Abo und mit dem Kleinunternehmer-Modus als Normalfall statt als versteckter Einstellung. Die Recherche fasst das Ziel in drei Worten: „Tagwerk für Buchhaltung“.

Der Name folgt der Schwester-App: ein Hauptwort auf „-werk“, dazu die Münze als Geld zum Anfassen.

  1. Belege aufbewahren

    Acht Jahre ab Ende des Jahres, in dem ein Beleg entstanden ist. Unveränderbar, vollständig und nachvollziehbar, wie es die GoBD verlangen.

  2. Anlage EÜR ausfüllen

    Einmal im Jahr, Zeile für Zeile in ELSTER. Münzwerk ordnet jede Buchung schon beim Erfassen einer Formularzeile zu.

  3. Grenzen im Blick behalten

    Wird im laufenden Jahr die 100.000-€-Grenze nach § 19 UStG überschritten (im Gründungsjahr 25.000 €), endet die Befreiung sofort – nicht erst im Folgejahr.

Der Weg eines Belegs

Vom Eingang bis zur EÜR in sechs Stationen.

Ein Beleg kommt als PDF, XML oder Foto an. Er wird mit einer Zeile erfasst, vom Grenzen-Wächter geprüft und landet im Buchungsbuch. Am Monatsende wird festgeschrieben, am Ende steht die EÜR-Übersicht. Alle Beträge und Namen auf dieser Seite sind Beispieldaten.

Station 01 · Eingang

Ein Beleg fällt in den Eingang.

Belege kommen per Drag & Drop ins Fenster oder landen im Ordner Dokumente\Münzwerk\Eingang, den Münzwerk beim Start und alle 60 Sekunden prüft. Jede Datei wird unverändert archiviert – mit SHA-256-Prüfsumme und sichtbarer Aufbewahrungsfrist.

E-Rechnungen als XML-Datei (XRechnung, ZUGFeRD) erkennt Münzwerk automatisch. Die XML-Datei bleibt das Original, die Rechnung wird lesbar angezeigt, und „Übernehmen“ trägt Absender, Datum und Betrag in die Erfassung ein. Die Kategorie wird bewusst selbst gewählt.

Doppelt archiviert wird nichts: Liegt eine Datei mit derselben Prüfsumme schon im Archiv, erkennt Münzwerk sie wieder. Aus dem Ordner übernommene Dateien wandern in den Unterordner „Importiert“, halb geschriebene bleiben liegen, bis sie vollständig sind. Die Frist zählt ab Ende des Entstehungsjahres: Ein Beleg aus 2026 ist bis Ende 2034 aufzubewahren.

Münzwerk: E-Rechnung erkannt und übernommen
Ansicht 1 von 9E-Rechnung erkannt und übernommenAnsicht mit Beispieldaten

Station 02 · Erfassen

Eine Zeile genügt.

Betrag, Kategorie, Datum und Lieferant stehen in einer einzigen Eingabezeile. Aus „45,90 bürobedarf @22.8. Papierladen“ wird eine Ausgabe über 45,90 € in der Kategorie Bürobedarf, gebucht auf den 22. August. Ein Plus vor dem Betrag macht daraus eine Einnahme, ohne Datum gilt der heutige Tag.

Belegnummern vergibt Münzwerk fortlaufend je Jahr. Wiederkehrende Posten wie ein Software-Abo werden direkt aus der Zeile angelegt, mit einem Stichtag zwischen dem 1. und dem 28. Ab diesem Tag stehen sie jeden Monat unter „Fällig diesen Monat“ bereit; der Betrag lässt sich vor dem Buchen anpassen.

Die Kategorie muss nicht ausgeschrieben werden. Münzwerk erkennt sie am Wortanfang oder an einem Teil des Namens; Groß- und Kleinschreibung und Umlaute spielen keine Rolle. Statt eines Datums versteht die Zeile auch @heute und @gestern. Fehlt der Betrag oder passt keine Kategorie, wird nicht gebucht – Münzwerk sagt, was fehlt. Eine Vorschau zeigt vorher, auf welche EÜR-Zeile die Kategorie zählt, und mit Strg + N springt der Cursor jederzeit in die Zeile.

Station 03 · Prüfen

Der Grenzen-Wächter prüft vor dem Buchen.

Bei jeder Einnahme rechnet Münzwerk mit. Würde sie die Kleinunternehmergrenze nach § 19 UStG überschreiten – 100.000 €, im Gründungsjahr 25.000 € –, erscheint die Warnung, bevor gebucht wird. Im Beispiel stehen 15.300 € Umsatz, die neue Einnahme über 9.800 € würde die Grenze reißen.

Im Blick bleiben außerdem der Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 € nach § 11 GewStG und die Homeoffice-Tage. Die Grenzwerte sind als Daten je Steuerjahr hinterlegt, nicht fest im Code.

Die Ansicht „Grenzen“ zeigt Füllstände mit Marken bei 60, 80 und 95 Prozent und rechnet das bisherige Tempo aufs Jahresende hoch. Der Wächter sitzt auf jedem Weg, auf dem eine Einnahme entsteht. Das sind die Eingabezeile, wiederkehrende Posten, Zahlungen aus Tagwerk und die lokale Schnittstelle. „Trotzdem buchen“ bestätigt genau den gewarnten Betrag, nicht mehr.

Münzwerk: Grenzen-Wächter beim Erfassen
Ansicht 2 von 9Grenzen-Wächter beim ErfassenAnsicht mit Beispieldaten
Münzwerk: Grenzen im Blick
Ansicht 3 von 9Grenzen im BlickAnsicht mit Beispieldaten

Station 04 · Buchen

Im Buchungsbuch wird nichts gelöscht.

Alle Einnahmen und Ausgaben eines Monats stehen nachvollziehbar an einem Ort. Ein Fehler wird nicht überschrieben, sondern storniert: Münzwerk legt eine Gegenbuchung an, die ursprüngliche Zeile bleibt durchgestrichen sichtbar, die Korrektur folgt als neue Buchung.

Jede Änderung landet zusätzlich in einem Protokoll mit Hash-Kette, das nachträgliche Manipulationen erkennbar macht.

Gebucht wird nach Zu- und Abfluss: Es zählt der Tag, an dem das Geld tatsächlich geflossen ist, nicht das Rechnungsdatum. Jede Buchung lässt sich nur einmal stornieren, ein Storno selbst gar nicht. Stornierte Paare heben sich auf und zählen weder bei Einnahmen und Ausgaben noch in Grenzen, EÜR oder Statistik.

Münzwerk: Buchungsbuch mit Storno
Ansicht 4 von 9Buchungsbuch mit StornoAnsicht mit Beispieldaten

Station 05 · Festschreiben

Der Monat wird festgeschrieben und versiegelt.

Ist ein Monat erledigt, wird er festgeschrieben. Münzwerk bildet dabei eine SHA-256-Prüfsumme über alle Buchungen des Monats; Buchen und Storno sind dort danach gesperrt.

„Prüfen“ rechnet die Prüfsumme jederzeit nach und meldet, ob sie noch intakt ist. Entsperren geht nur mit Begründung, die im Protokoll vermerkt wird.

Die Prüfsumme entsteht aus allen Buchungszeilen des Monats in fester Reihenfolge. Schon eine nachträglich eingeschobene Zeile verändert sie – „Prüfen“ meldet dann eine Abweichung statt „Checksumme intakt“. Auch fällige wiederkehrende Posten lassen sich in einem festgeschriebenen Monat nicht mehr buchen.

Münzwerk: Monatsabschluss festgeschrieben und geprüft
Ansicht 5 von 9Monatsabschluss festgeschrieben und geprüftAnsicht mit Beispieldaten

Station 06 · Auswerten

Am Ende steht die EÜR-Übersicht.

Die EÜR-Ansicht ordnet das Jahr in der Reihenfolge des Formulars: Zeile, Anzahl der Belege, Summe. Ein Knopf je Zeile kopiert den Betrag im ELSTER-Format in die Zwischenablage; abgegeben wird selbst in ELSTER. Die Zeilennummern sind als vorläufig gekennzeichnet.

Die Statistik zeigt Einnahmen und Ausgaben je Monat, die Ausgaben nach Kategorie und eine geschätzte Steuer-Rücklage mit einstellbarem Satz – ausdrücklich eine Schätzung, keine Steuerberatung.

Mehrere Kategorien können auf dieselbe Formularzeile zählen; Arbeitsmittel, Software, Hosting und Bürobedarf etwa teilen sich eine Zeile. Das ELSTER-Format kommt ohne Tausenderpunkt und ohne Eurozeichen aus. Die Homeoffice-Pauschale aus Tagwerk steht als berechnete Zeile darunter: noch nicht vom Gewinn abgezogen – beim Übertrag in die Anlage EÜR zu berücksichtigen. Der Satz für die Steuer-Rücklage lässt sich zwischen 0 und 60 Prozent einstellen.

Münzwerk: EÜR-Übersicht
Ansicht 6 von 9EÜR-ÜbersichtAnsicht mit Beispieldaten
Münzwerk: Statistik
Ansicht 7 von 9StatistikAnsicht mit Beispieldaten

Nebenher

Zwei Werke laufen im Hintergrund mit.

Verbindung zu Tagwerk

Aus Projektzeiten werden erwartete Zahlungen.

Münzwerk liest bei der Schwester-App Tagwerk mit – nur lesend und ohne Einrichtung. Aus abrechenbaren Stunden je Projekt entstehen im Eingang „Erwartete Zahlungen“ für den Vormonat und den laufenden Monat; geht das Geld ein, wird daraus mit „Zahlung eingegangen …“ eine Einnahme.

Homeoffice-Tage ermittelt Münzwerk aus den Stempeltagen und übernimmt sie in die Grenzen-Ansicht und die EÜR. Läuft Tagwerk nicht, verschwinden diese Bereiche einfach – alles andere arbeitet weiter.

Eine über die Brücke gebuchte Zahlung trägt ihre Herkunft: Projekt und Monat. So erkennt Münzwerk, was schon gebucht ist; wird die Buchung storniert, erscheint die Zahlung wieder als offen. Abgefragt wird Tagwerk beim Start und danach alle fünf Minuten.

Münzwerk: Eingang mit Monatsüberblick und erwarteten Zahlungen aus Tagwerk
Ansicht 8 von 9Eingang mit Monatsüberblick und erwarteten Zahlungen aus TagwerkAnsicht mit Beispieldaten

Jeden Tag

Das Backup kommt von allein.

Münzwerk sichert die Datenbank täglich – beim Start und im Hintergrund nach Mitternacht – und bewahrt die 14 neuesten Stände auf. Eine zusätzliche Sicherung ist jederzeit per Knopf möglich.

Wird das Fenster geschlossen, läuft Münzwerk im Tray weiter, erkennbar an der Goldmünze. Watch-Ordner, Backups und die lokale Schnittstelle bleiben aktiv; auf Wunsch startet die App beim Anmelden.

Gesichert wird eine in sich stimmige Kopie der laufenden Datenbank. Die tägliche Sicherung läuft beim Start noch vor einer möglichen Umstellung auf eine neue Schema-Version. Ein zweiter Programmstart öffnet kein zweites Fenster, sondern holt das vorhandene nach vorn.

Münzwerk: Backups und Einstellungen
Ansicht 9 von 9Backups und EinstellungenAnsicht mit Beispieldaten

Auf einen Blick · Entscheidungen

Was Münzwerk kann – und was bewusst nicht.

Vor dem Bau entstanden vier Konzeptentwürfe aus verschiedenen Blickwinkeln: minimal, als Produkt, aus Sicht der Architektur und aus Sicht der Vorschriften. Drei KI-gestützte Gutachten bewerteten sie, das endgültige Konzept übernimmt die besten Ideen. Daraus folgen diese Entscheidungen.

MünzwerkD-02 · Eigenbau

  • Belege, Einnahmen und Ausgaben organisieren
  • Monatsabschluss und EÜR-Übersicht
  • E-Rechnungen anzeigen
  • Automatische Backups
  • Erwartete Zahlungen und Homeoffice-Tage aus Tagwerk übernehmen

„Deine Buchhaltung.“

Bewusst so gebaut

  1. Storno statt Bearbeiten. Buchungen werden nie geändert oder gelöscht, nur durch eine Gegenbuchung aufgehoben. Das ist im Datenmodell verankert, nicht nur in der Oberfläche.
  2. Regeln als Daten je Steuerjahr. EÜR-Zeilen, Grenzwerte und Pauschalen stehen als versionierte Daten in der App. Ein neues Formularjahr wird so zur Datenpflege statt zur neuen Programmversion – darin stimmten alle drei Gutachten überein.
  3. Zahlungseingang statt Rechnungsmodul. Gebucht wird, wenn Geld fließt. Den Nachweis der Arbeit liefert Tagwerk; die EÜR kennt ohnehin nur den Zufluss.
  4. Fakten mit Quelle. Jeder Grenzwert trägt seinen Paragrafen. Erklärt wird in klaren Sätzen, empfohlen wird nichts.
  5. Keine Phantom-Buchungen. Die Homeoffice-Pauschale wird berechnet und angezeigt, aber nicht gebucht. Ins Buch kommt nur, was wirklich geflossen ist.
  6. Erst Mock-ups, dann Oberfläche. Sechs Entwürfe – Eingang, Buch, Grenzen, EÜR, Statistik und Tagwerk-Brücke – entstanden, bevor die erste Ansicht gebaut wurde.

Bewusst weggelassen

Texterkennung
Bei einer überschaubaren Zahl von Belegen ist Abtippen schneller. Nachrüsten bleibt möglich.
Bankimport
Wenige Kontobewegungen liest man schneller, als man Zuordnungsfehler korrigiert.
ELSTER-Übermittlung
Dafür bräuchte es die ERiC-Bibliothek der Finanzverwaltung und eine Registrierung als Softwarehersteller. Münzwerk kopiert die Beträge im ELSTER-Format; abgegeben wird selbst.
Rechnungsmodul
Ausgangsrechnungen kommen als Belege ins Archiv. Das Ausstellen ist für später geplant.
USt-Voranmeldung
Sie wird in der Regel erst nötig, wenn der Kleinunternehmerstatus endet.
Abschreibungsplan
Für die erwarteten Anschaffungen reichen GWG und die Sofortabschreibung digitaler Wirtschaftsgüter.
Cloud und Mandanten
Abgleich über die Cloud, Mahnwesen und mehrere Mandanten beantworten keine Pflicht.
Steuerberatung
Münzwerk zeigt Grenzen mit Gesetzesquelle und rechnet Summen zusammen – beraten wird nicht.

Architektur und Technik

Rust transportiert, TypeScript entscheidet.

Münzwerk übernimmt das Bauprinzip von Tagwerk. Die Rust-Seite von Tauri 2 erledigt nur Transport und Dateien: Datenbankzugriffe, Belegarchiv, Backups, Watch-Ordner und die lokale Schnittstelle. Alle fachlichen Entscheidungen – Buchen, Storno, Grenzen, EÜR, Statistik – fallen in TypeScript, ohne Bindung an ein Framework.

OberflächeSvelteKit 2 · Svelte 5

Schnittstellelokal · MCP · n8n

FachlogikTypeScript · Buchen, Storno, Grenzen, EÜR§ 19

TransportRust · Tauri 2 · Archiv, Backup, Watch-Ordner

SpeicherSQLite · Belegarchiv · Protokoll

Beide Wege führen durch dieselbe Fachlogik, dort sitzt auch der Grenzen-Wächter. Jede Buchung verlängert das Protokoll um ein Glied.

Die Oberfläche ist mit SvelteKit 2 und Svelte 5 gebaut. Ein zentraler Speicher nimmt alle Aktionen entgegen und arbeitet sie nacheinander ab.

Gespeichert wird in SQLite. Beträge liegen als ganze Cent vor, nie als Gleitkommazahl; Einnahmen sind positiv, Ausgaben negativ. Ändert sich das Datenmodell, entsteht eine neue Schema-Version – eine ausgelieferte wird nie nachträglich umgebaut.

Belege liegen getrennt von der Datenbank im Archiv, geordnet nach Jahr und benannt nach ihrer SHA-256-Prüfsumme. Geschrieben wird erst in eine Zwischendatei, die dann umbenannt wird – so entsteht nie eine halbe Datei. Eine Buchung und ihr Protokolleintrag werden gemeinsam in einem Schritt gespeichert.

Das Protokoll ist eine Hash-Kette: Jeder Eintrag trägt die Prüfsumme seines Vorgängers. Wird ein alter Eintrag verändert, reißt die Kette an genau dieser Stelle.

Die lokale Schnittstelle nimmt nur Anfragen vom eigenen Rechner an. Sie reicht jede Anfrage an dieselbe Fachlogik weiter, die auch die Oberfläche nutzt; eine Abkürzung ins Buch gibt es nicht. Würde eine Einnahme die Grenze reißen, antwortet die Schnittstelle mit der Warnung – gebucht wird erst nach ausdrücklicher Bestätigung.

Der MCP-Server ist ein eigenes, schlankes Paket ohne Fachlogik. Er bietet acht Werkzeuge: Status, Erfassen, Eingang, Buchungen, Storno, EÜR, Statistik und Grenzen. Fehler meldet er als kurze deutsche Sätze, installiert wird er mit der App. So kann n8n Belege erfassen, und Claude beantwortet zum Beispiel die Frage nach dem aktuellen Saldo.

Aufbau
Tauri 2, SvelteKit 2 mit Svelte 5, Rust und SQLite.
Anbindung
Lokale Schnittstelle und MCP-Server mit acht Werkzeugen für n8n und Claude.
E-Rechnung
XRechnung und ZUGFeRD als XML erkennen, lesbar anzeigen und als Original archivieren.
Alltag
Läuft im Tray weiter, startet auf Wunsch beim Anmelden und kommt als Windows-Installer.
Geprüft
160 TypeScript-, 53 Rust- und 33 MCP-Tests, Stand Version 0.5.0.

Daten und Datenschutz

Kein Konto, keine Cloud, kein Abo.

Datenbank, Belegarchiv und Backups liegen im Datenordner der App auf dem eigenen Rechner. Münzwerk braucht weder ein Konto noch eine Cloud; auch alle Auswertungen entstehen lokal aus dem Buch.

Die lokale Schnittstelle nimmt nur Anfragen vom eigenen Rechner an, mit eigener Anmeldung. Einen Zugang aus dem Netzwerk oder einen Abgleich mit anderen Geräten gibt es nicht. In den Einstellungen lässt sich die Schnittstelle abschalten.

Zu Tagwerk führt nur ein lesender Weg. Beide Apps behalten ihre eigene Datenbank, Münzwerk schreibt nie in Tagwerk.

Originale bleiben Originale: Belege werden nie überschrieben oder gelöscht, eine E-Rechnung bleibt als XML erhalten. Jeder Beleg zeigt, bis wann er aufzubewahren ist.

Diese Seite zeigt ausschließlich Beispieldaten – keine echten Belege, Beträge oder Namen.

Datenbank, Belegarchiv, Backups und Schnittstelle bleiben auf dem eigenen Rechner. Von Tagwerk führt nur ein lesender Weg herein.

Stand und Entwicklung

Version 0.5.0, gebaut in fünf Plänen.

Münzwerk entstand nach Recherche, Konzept und Mock-ups in fünf Plänen. Die Fachlogik wurde testgetrieben gebaut: Zuerst kommt ein Test, der fehlschlägt, dann der Code. Nach jedem Plan folgte eine Abschlussprüfung; ihre Funde wurden direkt behoben.

  1. Version 0.1.0 · 25.08.2026

    Fundament

    Belegarchiv mit Prüfsummen, Erfassung in einer Zeile, Buchungsbuch mit Storno, Protokoll mit Hash-Kette.

  2. Version 0.2.0 · 25.08.2026

    Pflichten und Wächter

    Festschreiben, tägliches Backup, Grenzen-Wächter, EÜR-Ansicht, wiederkehrende Posten, Watch-Ordner.

  3. Version 0.3.0 · 26.08.2026

    Brücke und Durchblick

    Tagwerk-Brücke, Homeoffice-Tage, Statistik, E-Rechnungen und das Nachrechnen der Prüfsumme.

  4. Version 0.4.0 · 26.08.2026

    Schnittstelle und MCP

    Lokale Schnittstelle und MCP-Server mit acht Werkzeugen für n8n und Claude.

  5. Version 0.5.0 · 26.08.2026

    Alltagsbetrieb

    Eigenes Icon, Tray, Autostart beim Anmelden und ein Windows-Installer.

Automatisch geprüft

160 TypeScript-Tests
Fachlogik gegen eine echte SQLite-Datenbank mit denselben Migrationen wie in der App – darunter das Erkennen von Manipulationen an der Hash-Kette.
53 Rust-Tests
Belegarchiv, Watch-Ordner und die lokale Schnittstelle.
33 MCP-Tests
Alle acht Werkzeuge und ihre Fehlermeldungen.

Alle grün · Version 0.5.0

Live geprüft

Am 26.08.2026 lief ein Funktions-Audit gegen die installierte Version – live über die lokale Schnittstelle und das Dateisystem. Bestanden haben unter anderem: Erfassen und Fehlermeldungen, der Grenzen-Wächter mit Bestätigung, fortlaufende Belegnummern, Storno mit Schutz vor doppeltem Storno, Watch-Ordner, Aufbewahrungsfrist, E-Rechnung, Tagesbackup und drei Neustarts in Folge. Der eigene Datenstand wurde vorher gesichert und danach wiederhergestellt.

Was nur über Oberfläche und Betriebssystem geht, prüft eine Checkliste von Hand. Dazu gehören Drag & Drop, Tray, Autostart und die Brücke mit laufendem Tagwerk. Der Windows-Installer ist 3,86 MB groß und bringt den MCP-Server mit.

Ausblick

Noch nicht geprägt.

Die Dokumentation nennt diese Schritte als nächste. Gebaut ist davon noch nichts.

  • E-Rechnungen ausstellen

    Im Format ZUGFeRD oder XRechnung. Heute liest und zeigt Münzwerk E-Rechnungen nur.

  • DATEV-Export

    Ein Buchungsstapel im DATEV-Format, der übliche Weg zur Steuerberatung.

  • USt-Voranmeldung

    Werte für die Voranmeldung – in der Regel erst nötig, wenn der Kleinunternehmerstatus endet.

  • Handy-Unterstützung

    Bisher ist der Watch-Ordner der Weg vom Handy in die App.

  • Verfahrens­dokumentation

    Ein Generator für die Beschreibung, wie Belege ins System kommen – eine Anforderung der GoBD.

  • Öffnung für andere

    Nur als Option und frühestens nach einem vollen eigenen Steuerjahr.

Zusammenspiel

Tagwerk zählt die Zeit, Münzwerk das Geld.

Münzwerk ist als Schwester-App zu Tagwerk gebaut. Beide arbeiten lokal, beide mit Tauri 2, Svelte 5 und SQLite. Lokale Schnittstelle, Backup-Logik und Festschreiben hat Münzwerk von Tagwerk übernommen, dazu Farbschema und Bedienung von Tagwerk 0.5.0: Tab-Leiste, Tastatur zuerst, eine Zeile für die schnelle Eingabe. Seit Version 0.6.0 hat Tagwerk eine neue Oberfläche mit seitlicher Navigation.

Die Daten bleiben getrennt. Münzwerk fragt Tagwerks lokale Schnittstelle nur lesend ab: abrechenbare Stunden je Projekt und die Stempeltage. Daraus werden erwartete Zahlungen und Homeoffice-Tage. Läuft Tagwerk nicht, fehlt nur dieser Teil.

Die Brücke war von Anfang an Teil des Konzepts, mit einer Vorgabe: erst prüfen, welche Schnittstellen Tagwerk wirklich bietet, dann bauen.

TagwerkAufgaben, Projektzeiten und StempeluhrZur Projektseite
Zwei Seiten einer Medaille: Stunden aus Tagwerk, Zahlungen in Münzwerk.