Beispielartikel A
Nachbestellen empfohlenReichweite9Tage
Lieferzeit5Tage
Lieferung kommt rechtzeitig
Verbrauch, Reichweite, Lieferzeit und offene Bestellungen fließen in die Planung ein.
Zum PegelAusgangslage
Ein Blick ins Lager zeigt, wie viel da ist. Ob es reicht, zeigt er nicht. Das hängt davon ab, wie schnell der Bestand verbraucht wird und wann die nächste Lieferung eintrifft.
Wird zu spät bestellt, fehlt die Ware, bis die Lieferung da ist. Wird zu früh oder zu viel bestellt, bindet der Bestand Lagerplatz und Geld. Bei Waren mit Mindesthaltbarkeitsdatum läuft zudem die Zeit.
Die Disposition macht aus der Frage eine Rechnung. Heraus kommen Bestellvorschläge und eine Übersicht nach Dringlichkeit und Lieferant.
Funktionen im Detail · Pegel
Vier Schritte am Pegel zeigen, wie die Planung den sinkenden Bestand liest – und wann sie eingreift.
Für einen Artikel gelten zwei Marken. Der Mindestbestand ist die untere: Darunter wird es knapp. Der Zielbestand ist die Höhe, bis zu der nachbestellt wird. Gepflegt werden beide am Artikel, zum Beispiel im Lager-Hub.
Im Bild: Zwei Marken auf der Pegellatte rahmen den Bestand – oben der Zielbestand, unten der Mindestbestand.
Die Reichweite rechnet den Bestand in Tage um, auf Grundlage des Verbrauchs. Die Lieferzeit ist die Spanne von der Bestellung bis zum Eintreffen der Ware. Solange die Reichweite länger ist, bleibt Zeit zum Bestellen.
Im Bild: Der Pegel sinkt mit dem Verbrauch, die Reichweite wird kürzer, die Lieferzeit bleibt gleich lang. Bevor die Reichweite kürzer ist als die Lieferzeit, steht der Bestellvorschlag.
Offen heißt: bestellt, aber noch nicht geliefert. Ohne diese Mengen würde derselbe Bedarf ein zweites Mal gemeldet. Welche Bestellungen offen oder überfällig sind, zeigt das Einkaufs-Dashboard.
Im Bild: Die bestellte Menge ist unterwegs und zählt in der Planung schon mit – die Reichweite reicht wieder über die Lieferung hinaus.
Darauf läuft die Rechnung hinaus: Die Ware trifft ein, solange noch Bestand da ist. Der Vorschlag kommt nicht erst am leeren Tank, sondern sobald die Reichweite auf die Lieferzeit schrumpft.
Im Bild: Die Lieferung füllt nach, bevor der Pegel unter den Mindestbestand fällt.
Rechenbeispiel
Ist die Reichweite länger als die Lieferzeit, kommt eine heutige Bestellung rechtzeitig. Ist sie kürzer, fehlt die Ware für die Tage dazwischen.
Reichweite9Tage
Lieferzeit5Tage
Lieferung kommt rechtzeitig
Reichweite5Tage
Lieferzeit6Tage
Lieferung kommt zu spät
Im Bild: Bestellt wird heute. Bei Beispielartikel A trifft die Lieferung ein, solange noch Bestand da ist. Bei Beispielartikel B ist der Bestand vor der Lieferung aufgebraucht.
Bestellvorschlag
Ausgangspunkt ist die Menge bis zum Zielbestand; Bestand und offene Bestellungen zählen mit. Die Mindestmenge legt fest, wie viel mindestens bestellt wird. Gebinde sind feste Packungsgrößen – bestellt wird in vollen Gebinden.
Bestellvorschlag 150Stück
RechenbeispielIm Bild: Bestand und offene Bestellung reichen nicht bis zur Zielmarke. Die Mindestmenge hebt den Vorschlag darüber, fünf volle Gebinde runden ihn auf.
Übersicht
Die Übersicht stellt nach vorn, was zuerst Aufmerksamkeit braucht. Nach Lieferant geordnet, steht beisammen, was beim selben Lieferanten bestellt wird.
Sortiert nach Dringlichkeit
Im Bild: Nach Dringlichkeit stehen oben die Artikel, deren Lieferzeit länger ist als ihre Reichweite. Bei ihnen fehlt die Ware, bevor eine heutige Bestellung eintrifft.
Im Detail
Für die Reichweite wird der Bestand durch den Verbrauch je Tag geteilt. Verbrauchsbasiert heißt: Die Rechnung folgt dem Verbrauch des Artikels. Steigt er, wird die Reichweite kürzer, obwohl der Bestand gleich bleibt.
Im Bild: Gleicher Bestand, anderer Verbrauch. Jede Scheibe im Tank ist ein Tag.
Neben der Reichweite zeigt das Dashboard eine MHD-Ampel. Sie macht sichtbar, welcher Bestand sich seinem Mindesthaltbarkeitsdatum nähert. Denn ein Bestand kann rechnerisch lange reichen und trotzdem vorher sein Datum erreichen.
Im Bild: Die Zeit bis zum Datum läuft ab wie in einer Wasseruhr.
Nicht jeder Nachschub wird bestellt. Unterschreitet ein Bestand den Mindestbestand, startet die Produktion automatisch. Zugleich geht eine Benachrichtigung per E-Mail hinaus. Von Hand muss den Start niemand auslösen.
Im Bild: Ein Schwimmer folgt dem Pegel und schaltet an der Mindestmarke.
Zusammenspiel
Die Daten kommen aus dem ERP weclapp. Jede Leitung im Plan steht für einen Zusammenhang mit einem anderen Werkzeug.
Am gescannten Artikel lassen sich Mindest- und Zielbestand bearbeiten – die Marken, nach denen die Planung rechnet.
Hier stehen offene und überfällige Bestellungen, Lieferzeiten und Liefertreue. Was offen ist, rechnet die Disposition als unterwegs mit.
Fällt ein Bestand unter die Mindestmarke, springt die Produktion automatisch an. Ihre Oberfläche zeigt, welcher Auftrag starten kann.
Der gemeinsame Einstieg in die Auswertungen aus dem ERP. Das Dispositions-Dashboard gehört dazu.
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